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GRG 5,
Rainergymnasium Wien
http://polenreise2010.wordpress.com/
Lehrerin BORG Wiener Neustadt
„Morah ist die einzigartige Gelegenheit ein Stück
unserer Geschichte "greifbar" zu machen. Damit ist
Geschichte nicht länger Vergangenheit, sondern betrifft
uns im Hier und Jetzt. Was die SchülerInnen dabei
erleben (Herz) und lernen (Hirn), vergessen sie nicht
und diese Erfahrungen könnte ich ihnen im Unterrich nie
bieten. Morah ist Menschenbildung.“
Besonders gefallen: „Die Idee an sich! Morah geht weit
über eine typische Besichtigungsreise hinaus. Was die
Schüler dabei erleben und lernen, vergessen sie nicht
und diese Erfahrungen könnt ich ihnen in der Schule nie
bieten.
Der für uns reibungslose Ablauf und das nette Team.
Sämtliche Guides, die irrsinnig viel gewusst haben und
meine SchülerInnen und mich begeistern konnten. Die
Zeitzeugengespräche. Das komfortable Hotel, das tut
wirklich gut :-)“
***
Lehrer BG/ BRG Wien 10,
Pichelmayergasse
„Perfekte Organisation, die offenbar schon lange bevor
man etwas denken kann, dieses schon erledigt hat!
Der Marsch ist ein einzigartiges Erlebnis, das die
Jugendlichen in anderer Art kaum je erleben können und
daher für sie unbedingt wichtig und prägend! Man muss
den Jugendlichen dies bieten, damit sie eine Chance
haben, sich selbst entscheiden zu können, wenn es darauf
ankommt!“
Besonders gefallen: „10.000 Jugendliche aus aller Welt
legen Zeugnis ab für ihre Gesinnung "Never again““
***
Lehrerin ORG St. Ursula in Gurk
„Meine Klasse und ich waren sehr betroffen über die
vielen Eindrücke. Besonders die Zeitzeugengespräche
haben uns sehrbewegt, mich persönlich hat die
"Gerechte" zutiefst beeindruckt. Der Besuch von
Auschwitz-Birkenau war unbeschreiblich bedrückend. Danke
an Morah!“
***
Lehrerin Theresianische Akademie Wien
„Es ist unglaublich, wie unterschiedlich die
SchülerInnen die Reise erleben, was sie besonders
beschäftigt und woran sie sich im Nachhinein erinnern.
Eines haben diese Erlebnisse aber gemeinsam: Sie sind
sehr intensiv. Sie lassen sehr viele Fragen offen, aber
vielleicht ist genau das das Gute: Es ist eine Reise,
die nichts abschließt, sondern sensibel macht.“
Besonders gefallen: „Sehr nette Busbegleitung - wie
immer. Gute Zeitgestaltung. Persönlicher Kontakt zu den
Organisatoren.“
***
Lehrerin Rainergymnasium, GRG Wien
5
„2008
entschied ich mich zum ersten Mal dazu, mit Schülerinnen
und Schülern am March of Remembrance and Hope
teilzunehmen. Die Gedenkreise nach Auschwitz wurde für
die Jugendlichen und mich zu einer unvergesslichen
Erfahrung. Wir begaben uns auf die Spuren jüdischer
Kultur und näherten uns dem dunkelsten Kapitel unserer
Geschichte auf eine Art und Weise an, die im „normalen“
Unterricht nicht möglich wäre.
Ein besonderes Erlebnis stellte für die Schülerinnen und
Schüler der Kontakt mit Zeitzeugen dar. Die heutige
Generation ist wohl die letzte, die dazu Gelegenheit hat
und gerade deshalb bin ich überzeugt, dass es in unserer
Verantwortung liegt, diese Erfahrung allen
interessierten Jugendlichen zu ermöglichen.
Für mich war und ist es deshalb besonders wichtig, den
March auch Kolleginnen und Kollegen unserer Schule näher
zu bringen. Auch heuer haben sich wieder viele
SchülerInnen angemeldet und sich entschieden an dieser
einmaligen Veranstaltung teilzunehmen.
Das Team von MORAH organisiert eine eindrucksvolle
Reise, und das positive „Wir“ -Gefühl, das trotz des
bedrückenden Themas bleibt, lässt die Hoffnung
aufkeimen, dass auch wir in Österreich einen Schritt
weiter in Richtung Aufarbeitung gehen, dass die
kommenden Generationen die Erinnerung bewahren und auch
in Zukunft Toleranz und Miteinander leben.“
***
Lehrerin Kreuzschwestern Linz
„Zuerst möchten wir uns für die eindrucksvolle Reise,
sowie die gute Oragnisation bedanken. Weiters fanden wir
das Hotel sehr ordentlich und schön. Es gab sehr
interessante Führungen, denn die Führer wussten
beeindruckend viel über das Thema und konnten dadurch
alle Fragen beantworten.
Wir hatten die Chance, als letzte Generation, Vorträge
der Zeitzeugen anzuhören. Obwohl es ziemlich mühsam war,
der ersten Zeitzeugin zu folgen, weil die Übersetzung
zeitaufwändig und sehr sachlich war, erfuhren wir
private Erlebnisse der Opfer. Die gesamten Tagen waren
sehr aufschlussreich und, wir bedanken uns herzlich,
dass wir an so einer Reise teilnehmen durften.“
***
Mag. Bernhard Golob
BRG Bertha von Suttner (Schulschiff)
Warum es sinnvoll ist, mit SchülerInnen in die
Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau zu fahren
Nach 1945 hat es Jahrzehnte gedauert, bis sich die
österreichische Gesellschaft zu einer halbwegs seriösen
Aufarbeitung der NS-Zeit durchgerungen hat. Und
trotzdem: Ein deutschnationaler Burschenschafter als
dritter Nationalratspräsident, Freisprüche für
Führungsmitglieder des rechtsextremen „Bundes freier
Jugend“, eine Egger-Lienz-Ausstellung mit einem Dutzend
arisierter Bilder 2008 im Leopold-Museum – die Schatten
der NS-Vergangenheit lassen Österreich auch siebzig
Jahre nach dem „Anschluss“ nicht los.
Aber wenn Israel im Mai 2008 den 60. Jahrestag seiner
Staatsgründung feiert, finden weder der österreichische
Bundeskanzler noch der Bundespräsident Zeit, nach
Jerusalem zu kommen.
Und die offizielle Ausstellung der Republik Österreich
in der Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau ist immer noch
auf dem Stand der 70er Jahre, wo Österreich als
unschuldiges Opfer gezeichnet wurde. Seit Jahren hängt
zwar ein Taferl beim Eingang, dass die Ausstellung
demnächst auf den neuesten Stand der Forschung gebracht
werden solle, aber leider...
Immer wieder hört man, die Jugendlichen wollten nichts
mehr von der Nazizeit, von der Shoa, von „all
diesen Grauslichkeiten“ hören. – Mein Eindruck als
Geschichtelehrer ist eher: Es kommt darauf an, wie
man darüber redet. Wenn man nicht moralisiert, wenn man
die Täter und die Opfer, den Widerstand und die (Nicht-)Aufarbeitung
jener Zeit konkret benennt, dann ist das Interesse der
Jugendlichen groß. Und die Exkursion nach Krakau und
Auschwitz kann dann eine eindrucksvolle und – im besten
Sinne des Worte – lehrreiche Erfahrung und Vertiefung
des Unterrichts werden. Vor allem, wenn sie so sensibel
und durchdacht organisiert wird, wie MoRaH das tut.
***
Mag. Veronika Premer
GRG 5
Rainergymnasium
Gemeinsam gegen das Vergessen.
2008 entschied ich mich zum ersten Mal dazu, mit
Schülerinnen und Schülern am March of Remembrance and
Hope teilzunehmen. Die Gedenkreise nach Auschwitz wurde
für die Jugendlichen und mich zu einer unvergesslichen
Erfahrung. Wir begaben uns auf die Spuren jüdischer
Kultur und näherten uns dem dunkelsten Kapitel unserer
Geschichte auf eine Art und Weise an, die im „normalen“
Unterricht nicht möglich wäre.
Ein besonderes Erlebnis stellte für die Schülerinnen und
Schüler der Kontakt mit Zeitzeugen dar. Die heutige
Generation ist wohl die letzte, die dazu Gelegenheit hat
und gerade deshalb bin ich überzeugt, dass es in unserer
Verantwortung liegt, diese Erfahrung allen
interessierten Jugendlichen zu ermöglichen.
Für mich war und ist es deshalb besonders wichtig, den
March auch Kolleginnen und Kollegen unserer Schule näher
zu bringen. Auch heuer haben sich wieder viele
SchülerInnen angemeldet und sich entschieden an dieser
einmaligen Veranstaltung teilzunehmen.
Das Team von MORAH organisiert eine eindrucksvolle
Reise, und das positive „Wir“ -Gefühl, das trotz des
bedrückenden Themas bleibt, lässt die Hoffnung
aufkeimen, dass auch wir in Österreich einen Schritt
weiter in Richtung Aufarbeitung gehen, dass die
kommenden Generationen die Erinnerung bewahren und auch
in Zukunft Toleranz und Miteinander leben.
***
Dr. Charlotte Müller
GRG 23 Alt Erlaa
Die Atmosphäre der ganzen Veranstaltung, die von
psychologischen Beratern begleitet wurde, sowie das
Gefühl, Teil einer großen Gruppe zu sein, die der
furchtbaren Vergangenheit gedenkt, werden uns
unvergesslich bleiben. Am berührendsten waren aber die
Erzählungen der Zeitzeugen vor Ort. Das ist ein
Heranführen der Schülerinnen und Schüler an Geschichte,
wie es sehr selten möglich ist. Entsprechend beeindruckt
und interessiert erlebten Kollege Mag. Andreas Koller
und ich die jungen Leute bei dieser Gedenkveranstaltung,
die vom Verein „March of Remembrance and Hope“ auch sehr
gut organisiert war.
***
Laura Holder, Eleni Knoll, Leah Singer (6e)
AHS Rahlgasse, 1060
Wien
Auschwitz 2009
Ich kriege keine Luft, ich sehe Bäume,
Häuser- es scheint als wäre dies ein normaler Ort, doch
die Wahrheit ist, es wird nie ein normaler Ort sein.
Im April 2009 hat Morah uns etwas
unvergessliches gezeigt, wovor die meisten von uns Angst
hatten und viele auch nicht wussten, wie sie damit
umgehen sollte. Aber wie soll ma auch mit dem Ort
Auschwitz umgehen?
Das erste was wir sehen als wir
Auschwitz 1 betreten, sind Gaskammern. Wir sagen alle
kein Wort; wir können nicht realisieren, dass dies
wirklich existiert, dass wir hier stehen, hier wo so
viele Menschen umgebracht wurden.
Ich denke, jeder Einzelne von uns hat
dort anders gefühlt, doch ich bin mir sicher, dass jeder
die Angst verspürt hat, dass so etwas wieder passieren
könnte. Menschen sind in schweren Zeiten leicht zu
manipulieren, dass hat die Shoah gezeigt und daran hat
sich bis heute nichts geändert. Diese Tatsache dürfen
wir nicht übersehen und sollten immer daran denken und
um unsere eigene Meinung kämpfen.
Ich stehe vor einer Urne in einer zu
einem Museum umfunktionierten Baracke. Ich starre sie
an, ohne zu wissen, was in ihr ist. Im Hintergrund höre
ich jemanden sagen: “das ist Menschenasche, die
aufbewahrt wurde!“ In diesem Moment halte ich den
Anblick nicht mehr aus. Ich muss mich umdrehen. Ich
spüre, wie Tränen mein Gesicht herunterlaufen. Doch
fühlen kann und will ich nichts, dafür bin ich nicht
stark genug.
Der Marsch von Auschwitz 1 nach Birkenau
gab uns Zeit darüber nach zu denken, was wir gesehen
hatten und was uns in Auschwitz 2 noch erwarten würde.
Dort angekommen verspürten wir die Angst, nie wieder
diesen schrecklichen Ort verlassen zu können und auch,
dass uns dieses schreckliche Gefühl nie wieder verlassen
würde.
Ich spüre einen dicken schweren Stein,
der in mir hinunter gleitet und alles mit sich zieht,
meine Gefühle zerdrückt und mich glauben lässt nie
wieder diesem Zustand zu entkommen.
Trotz dieser schrecklichen Gefühle, die
wir dort gefühlt haben sind wir dankbar, dass wir das
erlebt haben und uns die Chance gegeben wurde, uns unser
eigenes Bild zu machen. An dieser Stelle wollen wir
Morah für die gute Organisation danken und das
Engagement, das Morah jedes Jahr aufbringt. Wir möchten
auch unseren Lehrern danken, die uns gut auf diese Reise
vorbereitet haben und uns immer unterstützt haben.
Unsere ganz besondere Hochachtung aber gebührt den
Überlebenden, die jedes Jahr and den Ort, an dem sie
unvorstellbares durchlebt haben zurückkehren, um den
Toten zu gedenken und zu verhindern, dass sie jemals
vergessen werden und ähnliches jemals wieder von
Menschen anderen Menschen angetan wird. Wir möchten zum
Abschluss einen Überlebenden zitieren:
„Ebenso wie unser Hunger nicht mit der
Empfindung dessen zu vergleichen ist, der eine Mahlzeit
ausgelassen hat, verlangt auch unsere Art zu frieren
nach einem eigenen Namen. Wir sagen „Hunger“, wir sagen
„Müdigkeit“ , „Angst“ und „Schmerz“, wir sagen „Winter“
aber das sind andere dinge. Denn es sind freie Worte,
geschaffen und benutzt von freien Menschen, die Freud
und Leid in ihrem zuhause erlebten. Hätten die Lager
länger bestanden, wäre eine neue, eine härtere Sprache
geboren worden, man braucht sie einfach um erklären zu
können, was das ist, sich den ganzen Tag abzuschinden,
in Wind und Frost, nur mit einem Hemd, Unterhose, Jacke
und einer Hose am Leib, und in sich Schwäche und Hunger
und das Bewusstsein des nahenden Ende“
***
Frederike Lerch
(6a)
AHS Rahlgasse, 1060
Wien
Die
SchülerInnen der 6. Klasse der Rahlgasse sind dieses
Jahr wieder nach Krakau, Polen, gefahren um am „March of
Rememberance and Hope“ (MoRaH) teilzunehmen. Bei diesem
Marsch wird der Menschen gedacht, die in Auschwitz
umgekommen sind. Doch wie sollte der Ort des Gedenkens
sein? Sollte er eine unveränderte Stätte zur Erinnerung,
ein „Museum der Mahnung“ oder ein neu geschaffener „Raum
der Verdrängung“ sein?
In
Auschwitz 1 sind noch die Baracken und Umzäunungen
erhalten, doch in den Baracken befinden sich jetzt
Museen, in denen Fotografien, Gegenstände der
deportierten Menschen (z.B.: Haare, Koffer, Schuhe,...)
in Massen, Nachbauten des Inneren der Baracken, und
vieles mehr zu sehen ist.
Das fand
ich persönlich sehr gut. Es ist gut, Dinge und
Fotografien der damaligen Zeit zu zeigen, denn erst in
der Masse wird einem richtig bewusst, was passiert ist.
Es ist schlimm, die originalen Baracken und die
Lebensbedingungen, denen die Menschen ausgesetzt waren,
zu sehen, aber wenn man nur das zeigt bekommt man zu
wenige Informationen. Deshalb finde ich die Idee, von
einem „Museum der Mahnung“ recht gut.
Doch nur
Museen zu schaffen, kommt mir auch nicht richtig vor.
Durch die Museen wird alles hergerichtet und gestaltet,
zum Beispiel haben die Betten dann vielleicht nicht mehr
den gleichen Effekt wie die Originale. In Auschwitz 2
wurde nichts hergerichtet, was auch eine ganz andere
Wirkung auf die Gedenkenden hat, man kann sich viel eher
„vorstellen“, wie es damals war, obwohl man es sich
eigentlich nur vorstellen oder es nachvollziehen kann,
wenn es einem selbst passiert ist.
Es sollte
sowohl ein „Museum der Mahnung“ als auch eine
unveränderte Stätte geben, doch die Idee von einem neu
geschaffenen „Raum der Verdrängung“ würde für mich nicht
in Frage kommen, denn ganz neu sollte an diesem Ort
sein, und Verdrängen ist auf alle Fälle die falsche Art
etwas zu verarbeiten.
***
Diana Altmann (8b)
BRG Bertha von Suttner (Schulschiff)
Die Reise nach Polen werde ich mein Leben lang nicht
vergessen. Der Anblick der Konzentrationslager verlangte
immer wieder viel Mut und Kraft hinzuschauen. Vor allem
durch Birkenau ging ich mit mulmigem Gefühl. Aber diese
Möglichkeit und Erfahrung hinzuschauen, ist so viel wert
und wichtig für jeden. Natürlich geht man mit gewissen
Vorahnungen dort hin, doch dass die Konzentrationslager
von solch immenser Größe waren, habe ich mir nicht
erwartet.
Ich bin froh, dass ich dort war, auch wenn es manchmal
Überwindung gekostet hat. Ich kann es nicht in Worte
fassen, wie sehr mich diese Reise beeindruckt und bewegt
hat. Bei dem March of Remembrance and Hope
entstand ein Gefühl von Stärke. Ich war noch nie auf
einer Demonstration oder einem Marsch, aber das, was ich
dort erlebt habe, ist einfach unbeschreiblich. Dass das
die wirkliche Realität ist, ist erschreckend. All die
Gefühle, Bilder, Emotionen und Erzählungen meiner
Familie, zu wissen und sich vorzustellen, dass dort
Menschen „gelebt“, gelitten und gequält wurden. All das
ging mir durch den Kopf, ging mir ans Herz. Wir konnten
wieder hinaus gehen – für Tausende endete das Leben
hier.
Für meinen Ururgroßvater und für meine Großmutter, die
beide Opfer des Nationalsozialismus waren, nahm ich an
dem March of Remembrance and Hope teil. Es war
beeindruckend zu sehen, wie viele Menschen den Marsch
mitgegangen sind und aus wie vielen Ländern der ganzen
Erde sie extra dafür angereist waren. Auch einige
Zeitzeugen waren gekommen, die uns von ihren Erlebnissen
in den Konzentrationslagern erzählten. Das war das
Berührendste der ganzen Reise: Hautnah mitzuerleben, was
diese Menschen durchgemacht haben.
Das ist ein Privileg noch die Chance zu haben,
persönlich mit Zeitzeugen in Kontakt zu treten. Bald
wird es keine Zeitzeugen mehr geben und dann ist es
meine Verantwortung und Aufgabe möglichste viel von
ihrem Wissen weiterzutragen und zu bewahren. Denn das
Wissen ist der Schlüssel zum eigenständigen Denken und
Handeln im Leben.
Niemals vergessen.
Da meine Großmutter auf Grund ihrer Widerstandstätigkeit
eine Haftstrafe verbüßen musste, und mein Ururgroßvater
im Konzentrationslager Theresienstadt umgekommen ist,
hat mich die Reise nach Polen dazu veranlasst, eine
Wissenschaftliche Arbeit über den Widerstand im
Nationalsozialismus zu schreiben.
***
Clara Schrittwieser (7d)
GRG 23 Alt
Erlaa
Zu Mittag trafen wir uns alle am Appellplatz, um den
Gedenkmarsch zu beginnen. Unser Ziel war Auschwitz
Birkenau, das etwa 2,2 km entfernt liegt. Kurz davor
sahen wir schon den aus Filmen bekannten Eingang zum KZ
und ich hatte ein mulmiges Gefühl - wenn man bedenkt,
wie viele Menschen dort ihr Leben gelassen hatten. Als
wir hineingingen, hörte man über Lautsprecher die Namen
der Menschen, die in Auschwitz-Birkenau umgekommen
waren.
In den Baracken müssen wirklich unmenschliche Zustände
geherrscht haben, nicht einmal Tiere würde man so
behandeln. Die „Sanitäranlagen“ waren schlimmer, als man
sich vorstellen kann. Von Intimsphäre war keine Spur.
Wenn ich das nicht mit eigenen Augen gesehen hätte,
hätte ich es wohl nicht geglaubt. In den Schlafräumen
waren hölzerne Stockbetten. Wenn man eines dieser Betten
sieht, könnte man glauben, es wäre gar nicht so klein,
jedoch mussten die Häftlinge teilweise zu dritt in einem
Bett schlafen. Ich fand es grauenvoll ironisch, dass die
SS Botschaften wie Sauberkeit usw. an die Balken
geschrieben hatte.
Am bewegendsten war unser Zeitzeuge. Er erzählte uns die
beeindruckende Geschichte seiner Haft in Auschwitz. Es
war deswegen so eindrucksvoll, weil wir genau an der
Stelle saßen, wo er Jahrzehnte zuvor in Auschwitz
angekommen war. Er hatte das Glück, obwohl er verletzt
gewesen war, als Arbeiter eingeteilt zu werden. Die
anderen Ankömmlinge waren sofort zu den Gaskammern
geführt worden. Er zeigte uns ungefähr jene Stelle, wo
seine Schlafbaracke gewesen war, und beschrieb uns
seinen Alltag im KZ. Er berichtete, dass er sich sogar
einige Tage in einem Ofen versteckt gehalten hatte,
damit ihn die SS nicht finden konnte. Ich bewundere
diesen Mann, dass er nach allem, was ihm an diesem Ort
widerfahren war, so locker darüber sprechen konnte. Ich
kann es mir kaum vorstellen, dass man an so einen Platz
zurückkehren kann. Ich bin wirklich froh, dass er sich
Zeit genommen hat, um uns am Ort des Geschehens einen
Teil seiner Geschichte zu erzählen. Diese Erfahrung ist
eine, die ich wohl nie vergessen werde, und ich denke,
das sollte keiner.
Danach gingen wir zum Bus und fuhren zum Hotel zurück.
Ich finde, dass dieser Tag wohl sehr zum Nachdenken
angeregt hat. Ich verurteile die Menschen, die heute
noch solch einen Rassenhass an den Tag legen, denn in
der damaligen Zeit hat dieser Hass Millionen von
Menschen das Leben gekostet. Ich glaube, dass jeder, der
das gesehen hat, was wir sehen durften, mehr Toleranz
gegenüber anderen haben wird. Ich hoffe, dass so etwas
Schreckliches nie wieder passieren wird.
***
Stefanie Germ (7d)
GRG 23 Alt
Erlaa
"Ich hoffe, dass wir so einen ausgeprägten Völkerhass
nie wieder erleben müssen, aber ich denke, wir sollten
ALLE bei uns selbst anfangen. Ich bin sehr froh, dass
wir die Ehre hatten, nach Auschwitz zu fahren, den
Marsch zu erleben und Zeitzeugen kennen zu lernen und
würde mir wünschen, dass noch viele Schüler dieses
Angebot bekommen und annehmen werden."
***
Lehrer BG/ BRG Wien 21,
Schulschiff „Bertha von Suthner“
„Das Besondere ist, das Schülern und Lehrern eine
einmalige Gelegnheit geboten wird, Geschichte zu erleben
und Teilnehmer an einer besonderen Veranstaltung (March
of the Living - March of Rembrance) zu sein. Die
Erfahrung, sowohl für die SchülerInnen als auch für die
LehrerInnen, ist einmalig. Diese Veranstaltung bringt
einem die Verbrechen des Nationalsozialismus und das
Leid der jüdischen Bevölkerung näher als es der
Schulunterricht je leisten könnte.“
Besonders gefallen: „Engagement und Einsatz, tolle
Organisation, beeindruckende Kundgebung, Umgang mit
"Schwierigkeiten"“
***
Schülerin BG/ BRG Wien 21
„Die Reise nach Polen werde ich mein Leben lang nicht
vergessen. Der Anblick der Konzentrationslager verlangte
immer wieder viel Mut und Kraft hinzuschauen. Vor allem
durch Birkenau ging ich mit mulmigem Gefühl. Aber diese
Möglichkeit und Erfahrung hinzuschauen, ist so viel wert
und wichtig für jeden. Natürlich geht man mit gewissen
Vorahnungen dort hin, doch dass die Konzentrationslager
von solch immenser Größe waren, habe ich mir nicht
erwartet.
Ich bin froh, dass ich dort war, auch wenn es manchmal
Überwindung gekostet hat. Ich kann es nicht in Worte
fassen, wie sehr mich diese Reise beeindruckt und bewegt
hat. Bei dem March of Remembrance and Hope entstand ein
Gefühl von Stärke. Ich war noch nie auf einer
Demonstration oder einem Marsch, aber das, was ich dort
erlebt habe, ist einfach unbeschreiblich. Dass das die
wirkliche Realität ist, ist erschreckend. All die
Gefühle, Bilder, Emotionen und Erzählungen meiner
Familie, zu wissen und sich vorzustellen, dass dort
Menschen „gelebt“, gelitten und gequält wurden. All das
ging mir durch den Kopf, ging mir ans Herz. Wir konnten
wieder hinaus gehen – für Tausende endete das Leben
hier.
Für meinen Ururgroßvater und für meine Großmutter, die
beide Opfer des Nationalsozialismus waren, nahm ich an
dem March of Remembrance and Hope teil. Es war
beeindruckend zu sehen, wie viele Menschen den Marsch
mitgegangen sind und aus wie vielen Ländern der ganzen
Erde sie extra dafür angereist waren. Auch einige
Zeitzeugen waren gekommen, die uns von ihren Erlebnissen
in den Konzentrationslagern erzählten. Das war das
Berührendste der ganzen Reise: Hautnah mitzuerleben, was
diese Menschen durchgemacht haben.
Das ist ein Privileg noch die Chance zu haben,
persönlich mit Zeitzeugen in Kontakt zu treten. Bald
wird es keine Zeitzeugen mehr geben und dann ist es
meine Verantwortung und Aufgabe möglichste viel von
ihrem Wissen weiterzutragen und zu bewahren. Denn das
Wissen ist der Schlüssel zum eigenständigen Denken und
Handeln im Leben.
Niemals vergessen.
Da meine Großmutter auf Grund ihrer Widerstandstätigkeit
eine Haftstrafe verbüßen musste, und mein Ururgroßvater
im Konzentrationslager Theresienstadt umgekommen ist,
hat mich die Reise nach Polen dazu veranlasst, eine
Wissenschaftliche Arbeit über den Widerstand im
Nationalsozialismus zu schreiben."
***
Weitere Stimmen
„Die gesamte Atmosphäre des Marsches war wie eine
Kolonne des Widerstandes gegen die Schatten einer
grausamen Vergangenheit. Irgendwie fühlte man: die
Jugendlichen machen ernst. Wer hier teilnimmt, bekennt
sich.“
***
„Es war für die SchülerInnen ein sehr beeindruckendes
Erlebnis. Man kann … auch auf eigene Faust nach
Auschwitz kommen, aber hier war die Verbindung mit den
vielen anderen Jugendlichen aus der ganzen Welt, Teil
einer Gruppe zu sein besonders. Aber am
beeindruckendsten waren sicherlich die
Zeitzeugengespräche in Kombination mit diesem Ort.
Danke."
***
„Man kann es nicht oft genug sagen, die Organisation war
einfach perfekt! Der Kontakt zum Team von March of
Remembrance and Hope war optimal, freundlich, kompetent,
im Umgang mit den SchülerInnen altersadäquat. Die
Rückmeldungen der SchülerInnen zeigen diese
Eigenschaften besonders auf, daher unbedingt
weitermachen, die SchülerInnen sind froh, mitgemacht zu
haben und dabei gewesen sein zu dürfen!“
***
“Für mich … war die gesamte Veranstaltung sehr
beeindruckend – vor allem der lange Zug junger Menschen
und die Schilderungen des Zeitzeugen in Birkenau unter
dem Wachturm wenige Meter neben der Selektionsrampe. …
Ich kann nur versprechen, dass ich für diese
Veranstaltung werben werde und allen Kollegen empfehlen
kann nach Möglichkeit in den nächsten Jahren daran
teilzunehmen. Macht bitte unbedingt so weiter!”
*** |