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ERFAHRUNGSBERICHTE | TEILNEHMERSTIMMEN

GRG 5, Rainergymnasium Wien

http://polenreise2010.wordpress.com/
 

Lehrerin BORG Wiener Neustadt

 

 „Morah ist die einzigartige Gelegenheit ein Stück unserer Geschichte "greifbar" zu machen. Damit ist Geschichte nicht länger Vergangenheit, sondern betrifft uns im Hier und Jetzt. Was die SchülerInnen dabei erleben (Herz) und lernen (Hirn), vergessen sie nicht und diese Erfahrungen könnte ich ihnen im Unterrich nie bieten. Morah ist Menschenbildung.“

 

Besonders gefallen: „Die Idee an sich! Morah geht weit über eine typische Besichtigungsreise hinaus. Was die Schüler dabei erleben und lernen, vergessen sie nicht und diese Erfahrungen könnt ich ihnen in der Schule nie bieten.
Der für uns reibungslose Ablauf und das nette Team. Sämtliche Guides, die irrsinnig viel gewusst haben und meine SchülerInnen und mich begeistern konnten. Die Zeitzeugengespräche. Das komfortable Hotel, das tut wirklich gut :-)“

 

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Lehrer BG/ BRG Wien 10, Pichelmayergasse

 

 „Perfekte Organisation, die offenbar schon lange bevor man etwas denken kann, dieses schon erledigt hat!
Der Marsch ist ein einzigartiges Erlebnis, das die Jugendlichen in anderer Art kaum je erleben können und daher für sie unbedingt wichtig und prägend! Man muss den Jugendlichen dies bieten, damit sie eine Chance haben, sich selbst entscheiden zu können, wenn es darauf ankommt!“

 

Besonders gefallen: „10.000 Jugendliche aus aller Welt legen Zeugnis ab für ihre Gesinnung "Never again““


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Lehrerin ORG St. Ursula in Gurk

„Meine Klasse und ich waren sehr betroffen über die vielen Eindrücke. Besonders die Zeitzeugengespräche haben uns sehrbewegt, mich persönlich hat die "Gerechte" zutiefst beeindruckt. Der Besuch von Auschwitz-Birkenau war unbeschreiblich bedrückend. Danke an Morah!“

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Lehrerin Theresianische Akademie Wien
 

„Es ist unglaublich, wie unterschiedlich die SchülerInnen die Reise erleben, was sie besonders beschäftigt und woran sie sich im Nachhinein erinnern. Eines haben diese Erlebnisse aber gemeinsam: Sie sind sehr intensiv. Sie lassen sehr viele Fragen offen, aber vielleicht ist genau das das Gute: Es ist eine Reise, die nichts abschließt, sondern sensibel macht.“

 

Besonders gefallen: „Sehr nette Busbegleitung - wie immer. Gute Zeitgestaltung. Persönlicher Kontakt zu den Organisatoren.“

 

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Lehrerin Rainergymnasium, GRG Wien 5

 

2008 entschied ich mich zum ersten Mal dazu, mit Schülerinnen und Schülern am March of Remembrance and Hope teilzunehmen. Die Gedenkreise nach Auschwitz wurde für die Jugendlichen und mich zu einer unvergesslichen Erfahrung. Wir begaben uns auf die Spuren jüdischer Kultur und näherten uns dem dunkelsten Kapitel unserer Geschichte auf eine Art und Weise an, die im „normalen“ Unterricht nicht möglich wäre.
 

Ein besonderes Erlebnis stellte für die Schülerinnen und Schüler der Kontakt mit Zeitzeugen dar. Die heutige Generation ist wohl die letzte, die dazu Gelegenheit hat und gerade deshalb bin ich überzeugt, dass es in unserer Verantwortung liegt, diese Erfahrung allen interessierten Jugendlichen zu ermöglichen.


Für mich war und ist es deshalb besonders wichtig, den March auch Kolleginnen und Kollegen unserer Schule näher zu bringen. Auch heuer haben sich wieder viele SchülerInnen angemeldet und sich entschieden an dieser einmaligen Veranstaltung teilzunehmen.

 

Das Team von MORAH organisiert eine eindrucksvolle Reise, und das positive „Wir“ -Gefühl, das trotz des bedrückenden Themas bleibt, lässt die Hoffnung aufkeimen, dass auch wir in Österreich einen Schritt weiter in Richtung Aufarbeitung gehen, dass die kommenden Generationen die Erinnerung bewahren und auch in Zukunft Toleranz und Miteinander leben.“

 

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Lehrerin Kreuzschwestern Linz

 „Zuerst möchten wir uns für die eindrucksvolle Reise, sowie die gute Oragnisation bedanken. Weiters fanden wir das Hotel sehr ordentlich und schön. Es gab sehr interessante Führungen, denn die Führer wussten beeindruckend viel über das Thema und konnten dadurch alle Fragen beantworten.

Wir hatten die Chance, als letzte Generation, Vorträge der Zeitzeugen anzuhören. Obwohl es ziemlich mühsam war, der ersten Zeitzeugin zu folgen, weil die Übersetzung zeitaufwändig und sehr sachlich war, erfuhren wir private Erlebnisse der Opfer. Die gesamten Tagen waren sehr aufschlussreich und, wir bedanken uns herzlich, dass wir an so einer Reise teilnehmen durften.“

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Mag. Bernhard Golob
BRG Bertha von Suttner (Schulschiff)
 

Warum es sinnvoll ist, mit SchülerInnen in die Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau zu fahren
 

Nach 1945 hat es Jahrzehnte gedauert, bis sich die österreichische Gesellschaft zu einer halbwegs seriösen Aufarbeitung der NS-Zeit durchgerungen hat. Und trotzdem: Ein deutschnationaler Burschenschafter als dritter Nationalratspräsident, Freisprüche für Führungsmitglieder des rechtsextremen „Bundes freier Jugend“, eine Egger-Lienz-Ausstellung mit einem Dutzend arisierter Bilder 2008 im Leopold-Museum – die Schatten der NS-Vergangenheit lassen Österreich auch siebzig Jahre nach dem „Anschluss“ nicht los.

Aber wenn Israel im Mai 2008 den 60. Jahrestag seiner Staatsgründung feiert, finden weder der österreichische Bundeskanzler noch der Bundespräsident Zeit, nach Jerusalem zu kommen.

Und die offizielle Ausstellung der Republik Österreich in der Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau ist immer noch auf dem Stand der 70er Jahre, wo Österreich als unschuldiges Opfer gezeichnet wurde. Seit Jahren hängt zwar ein Taferl beim Eingang, dass die Ausstellung demnächst auf den neuesten Stand der Forschung gebracht werden solle, aber leider...

 

Immer wieder hört man, die Jugendlichen wollten nichts mehr von der Nazizeit, von der Shoa, von  „all diesen Grauslichkeiten“ hören.  – Mein Eindruck als Geschichtelehrer ist eher: Es kommt darauf an, wie  man darüber redet. Wenn man nicht moralisiert, wenn man die Täter und die Opfer, den Widerstand und die (Nicht-)Aufarbeitung jener Zeit konkret benennt, dann ist das Interesse der Jugendlichen groß. Und die Exkursion nach Krakau und Auschwitz kann dann eine eindrucksvolle und – im besten Sinne des Worte – lehrreiche Erfahrung und Vertiefung des Unterrichts werden. Vor allem, wenn sie so sensibel und durchdacht organisiert wird, wie MoRaH das tut.

 

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Mag. Veronika Premer

GRG 5 Rainergymnasium

 

Gemeinsam gegen das Vergessen.
 

2008 entschied ich mich zum ersten Mal dazu, mit Schülerinnen und Schülern am March of Remembrance and Hope teilzunehmen. Die Gedenkreise nach Auschwitz wurde für die Jugendlichen und mich zu einer unvergesslichen Erfahrung. Wir begaben uns auf die Spuren jüdischer Kultur und näherten uns dem dunkelsten Kapitel unserer Geschichte auf eine Art und Weise an, die im „normalen“ Unterricht nicht möglich wäre.
 

Ein besonderes Erlebnis stellte für die Schülerinnen und Schüler der Kontakt mit Zeitzeugen dar. Die heutige Generation ist wohl die letzte, die dazu Gelegenheit hat und gerade deshalb bin ich überzeugt, dass es in unserer Verantwortung liegt, diese Erfahrung allen interessierten Jugendlichen zu ermöglichen.


Für mich war und ist es deshalb besonders wichtig, den March auch Kolleginnen und Kollegen unserer Schule näher zu bringen. Auch heuer haben sich wieder viele SchülerInnen angemeldet und sich entschieden an dieser einmaligen Veranstaltung teilzunehmen.

 

Das Team von MORAH organisiert eine eindrucksvolle Reise, und das positive „Wir“ -Gefühl, das trotz des bedrückenden Themas bleibt, lässt die Hoffnung aufkeimen, dass auch wir in Österreich einen Schritt weiter in Richtung Aufarbeitung gehen, dass die kommenden Generationen die Erinnerung bewahren und auch in Zukunft Toleranz und Miteinander leben.

 

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Dr. Charlotte Müller
GRG 23 Alt Erlaa
 

Die Atmosphäre der ganzen Veranstaltung, die von psychologischen Beratern begleitet wurde, sowie das Gefühl, Teil einer großen Gruppe zu sein, die der furchtbaren Vergangenheit gedenkt, werden uns unvergesslich bleiben. Am berührendsten waren aber die Erzählungen der Zeitzeugen vor Ort. Das ist ein Heranführen der Schülerinnen und Schüler an Geschichte, wie es sehr selten möglich ist. Entsprechend beeindruckt und interessiert erlebten Kollege Mag. Andreas Koller und ich die jungen Leute bei dieser Gedenkveranstaltung, die vom Verein „March of Remembrance and Hope“ auch sehr gut organisiert war.

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Laura Holder, Eleni Knoll, Leah Singer (6e)
AHS Rahlgasse, 1060 Wien

Auschwitz 2009

 

Ich kriege keine Luft, ich sehe Bäume, Häuser- es scheint als wäre dies ein normaler Ort, doch die Wahrheit ist, es wird nie ein normaler Ort sein.

 

Im April 2009 hat Morah uns etwas unvergessliches gezeigt, wovor die meisten von uns Angst hatten und viele auch nicht wussten, wie sie damit umgehen sollte. Aber wie soll ma auch mit dem Ort Auschwitz umgehen?

 

Das erste was wir sehen als wir Auschwitz 1 betreten, sind Gaskammern. Wir sagen alle kein Wort; wir können nicht realisieren, dass dies wirklich existiert, dass wir hier stehen, hier wo so viele Menschen umgebracht wurden.

 

Ich denke, jeder Einzelne von uns hat dort anders gefühlt, doch ich bin mir sicher, dass jeder die Angst verspürt hat, dass so etwas wieder passieren könnte. Menschen sind in schweren Zeiten leicht zu manipulieren, dass hat die Shoah gezeigt und daran hat sich bis heute nichts geändert. Diese Tatsache dürfen wir nicht übersehen und sollten immer daran denken und um unsere eigene Meinung kämpfen.

 

Ich stehe vor einer Urne in einer zu einem Museum umfunktionierten Baracke. Ich starre sie an, ohne zu wissen, was in ihr ist. Im Hintergrund höre ich jemanden sagen: “das ist Menschenasche, die aufbewahrt wurde!“ In diesem Moment halte ich den Anblick nicht mehr aus. Ich muss mich umdrehen. Ich spüre, wie Tränen mein Gesicht herunterlaufen. Doch fühlen kann und will ich nichts, dafür bin ich nicht stark genug.

 

Der Marsch von Auschwitz 1 nach Birkenau gab uns Zeit darüber nach zu denken, was wir gesehen hatten und was uns in Auschwitz 2 noch erwarten würde. Dort angekommen verspürten wir die Angst, nie wieder diesen schrecklichen Ort verlassen zu können und auch, dass uns dieses schreckliche Gefühl nie wieder verlassen würde.

 

Ich spüre einen dicken schweren Stein, der in mir hinunter gleitet und alles mit sich zieht, meine Gefühle zerdrückt und mich glauben lässt nie wieder diesem Zustand zu entkommen.

 

Trotz dieser schrecklichen Gefühle, die wir dort gefühlt haben sind wir dankbar, dass wir das erlebt haben und uns die Chance gegeben wurde, uns unser eigenes Bild zu machen. An dieser Stelle wollen wir Morah für die gute Organisation danken und das Engagement, das Morah jedes Jahr aufbringt. Wir möchten auch unseren Lehrern danken, die uns gut auf diese Reise vorbereitet haben und uns immer unterstützt haben. Unsere ganz besondere Hochachtung aber gebührt den Überlebenden, die jedes Jahr and den Ort, an dem sie unvorstellbares durchlebt haben zurückkehren, um den Toten zu gedenken und zu verhindern, dass sie jemals vergessen werden und ähnliches jemals wieder von Menschen anderen Menschen angetan wird. Wir möchten zum Abschluss einen Überlebenden zitieren:

 

„Ebenso wie unser Hunger nicht mit der Empfindung dessen zu vergleichen ist, der eine Mahlzeit ausgelassen hat, verlangt auch unsere Art zu frieren nach einem eigenen Namen. Wir sagen „Hunger“, wir sagen „Müdigkeit“ , „Angst“ und „Schmerz“, wir sagen „Winter“ aber das sind andere dinge. Denn es sind freie Worte, geschaffen und benutzt von freien Menschen, die Freud und Leid in ihrem zuhause erlebten. Hätten die Lager länger bestanden, wäre eine neue, eine härtere Sprache geboren worden, man braucht sie einfach um erklären zu können, was das ist, sich den ganzen Tag abzuschinden, in Wind und Frost, nur mit einem Hemd, Unterhose, Jacke und einer Hose am Leib, und in sich Schwäche und Hunger und das Bewusstsein des nahenden Ende“

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Frederike Lerch (6a)
AHS Rahlgasse, 1060 Wien

Die SchülerInnen der 6. Klasse der Rahlgasse sind dieses Jahr wieder nach Krakau, Polen, gefahren um am „March of Rememberance and Hope“ (MoRaH) teilzunehmen. Bei diesem Marsch wird der Menschen gedacht, die in Auschwitz umgekommen sind. Doch wie sollte der Ort des Gedenkens sein? Sollte er eine unveränderte Stätte zur Erinnerung, ein „Museum der Mahnung“ oder ein neu geschaffener „Raum der Verdrängung“ sein?

 

In Auschwitz 1 sind noch die Baracken und Umzäunungen erhalten, doch in den Baracken befinden sich jetzt Museen, in denen Fotografien, Gegenstände der deportierten Menschen (z.B.: Haare, Koffer,  Schuhe,...) in Massen, Nachbauten des Inneren der Baracken, und vieles mehr zu sehen ist.

Das fand ich persönlich sehr gut. Es ist gut, Dinge und Fotografien der damaligen Zeit zu zeigen, denn erst in der Masse wird einem richtig bewusst, was passiert ist. Es ist schlimm, die originalen Baracken und die Lebensbedingungen, denen die Menschen ausgesetzt waren, zu sehen, aber wenn man nur das zeigt bekommt man zu wenige Informationen. Deshalb finde ich die Idee, von einem „Museum der Mahnung“ recht gut.

Doch nur Museen zu schaffen, kommt mir auch nicht richtig vor. Durch die Museen wird alles hergerichtet und gestaltet, zum Beispiel haben die Betten dann vielleicht nicht mehr den gleichen Effekt wie die Originale. In Auschwitz 2 wurde nichts hergerichtet, was auch eine ganz andere Wirkung auf die Gedenkenden hat, man kann sich viel eher „vorstellen“, wie es damals war, obwohl man es sich eigentlich nur vorstellen oder es nachvollziehen kann, wenn es einem selbst passiert ist.

 

Es sollte sowohl ein „Museum der Mahnung“ als auch eine unveränderte Stätte geben, doch die Idee von einem neu geschaffenen „Raum der Verdrängung“ würde für mich nicht in Frage kommen, denn ganz neu sollte an diesem Ort sein, und Verdrängen ist auf alle Fälle die falsche Art etwas zu verarbeiten.


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Diana Altmann (8b)

BRG Bertha von Suttner (Schulschiff)

 

Die Reise nach Polen werde ich mein Leben lang nicht vergessen. Der Anblick der Konzentrationslager verlangte immer wieder viel Mut und Kraft hinzuschauen. Vor allem durch Birkenau ging ich mit mulmigem Gefühl. Aber diese Möglichkeit und Erfahrung hinzuschauen, ist so viel wert und wichtig für jeden. Natürlich geht man mit gewissen Vorahnungen dort hin, doch dass die Konzentrationslager von solch immenser Größe waren, habe ich mir nicht erwartet.

 

Ich bin froh, dass ich dort war, auch wenn es manchmal Überwindung gekostet hat. Ich kann es nicht in Worte fassen, wie sehr mich diese Reise beeindruckt und bewegt hat. Bei dem March of Remembrance and Hope  entstand ein Gefühl von Stärke. Ich war noch nie auf einer Demonstration oder einem Marsch, aber das, was ich dort erlebt habe, ist einfach unbeschreiblich. Dass das die wirkliche Realität ist, ist erschreckend. All die Gefühle, Bilder, Emotionen und Erzählungen meiner Familie, zu wissen und sich vorzustellen, dass dort Menschen „gelebt“, gelitten und gequält wurden. All das ging mir durch den Kopf, ging mir ans Herz. Wir konnten wieder hinaus gehen – für Tausende endete das Leben hier.

 

Für meinen Ururgroßvater und für meine Großmutter, die beide Opfer des Nationalsozialismus waren, nahm ich an dem March of Remembrance and Hope teil. Es war beeindruckend zu sehen, wie viele Menschen den Marsch mitgegangen sind und aus wie vielen Ländern der ganzen Erde sie extra dafür angereist waren. Auch einige Zeitzeugen waren gekommen, die uns von ihren Erlebnissen in den Konzentrationslagern erzählten. Das war das Berührendste der ganzen Reise: Hautnah mitzuerleben, was diese Menschen durchgemacht haben.

 

Das ist ein Privileg noch die Chance zu haben, persönlich mit Zeitzeugen in Kontakt zu treten. Bald wird es keine Zeitzeugen mehr geben und dann ist es meine Verantwortung und Aufgabe möglichste viel von ihrem Wissen weiterzutragen und zu bewahren. Denn das Wissen ist der Schlüssel zum eigenständigen Denken und Handeln im Leben.

 

Niemals vergessen.

 

Da meine Großmutter auf Grund ihrer Widerstandstätigkeit eine Haftstrafe verbüßen musste, und mein Ururgroßvater im Konzentrationslager Theresienstadt umgekommen ist, hat mich die Reise nach Polen dazu veranlasst, eine Wissenschaftliche Arbeit über den Widerstand im Nationalsozialismus zu schreiben.

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Clara Schrittwieser (7d)
GRG 23 Alt Erlaa

Zu Mittag trafen wir uns alle am Appellplatz, um den Gedenkmarsch zu beginnen. Unser Ziel war Auschwitz Birkenau, das etwa 2,2 km entfernt liegt. Kurz davor sahen wir schon den aus Filmen bekannten Eingang zum KZ und ich hatte ein mulmiges Gefühl - wenn man bedenkt, wie viele Menschen dort ihr Leben gelassen hatten. Als wir hineingingen, hörte man über Lautsprecher die Namen der Menschen, die in Auschwitz-Birkenau umgekommen waren.

In den Baracken müssen wirklich unmenschliche Zustände geherrscht haben, nicht einmal Tiere würde man so behandeln. Die „Sanitäranlagen“ waren schlimmer, als man sich vorstellen kann. Von Intimsphäre war keine Spur. Wenn ich das nicht mit eigenen Augen gesehen hätte, hätte ich es wohl nicht geglaubt. In den Schlafräumen waren hölzerne Stockbetten. Wenn man eines dieser Betten sieht, könnte man glauben, es wäre gar nicht so klein, jedoch mussten die Häftlinge teilweise zu dritt in einem Bett schlafen. Ich fand es grauenvoll ironisch, dass die SS Botschaften wie Sauberkeit usw. an die Balken geschrieben hatte.

Am bewegendsten war unser Zeitzeuge. Er erzählte uns die beeindruckende Geschichte seiner Haft in Auschwitz. Es war deswegen so eindrucksvoll, weil wir genau an der Stelle saßen, wo er Jahrzehnte zuvor in Auschwitz angekommen war. Er hatte das Glück, obwohl er verletzt gewesen war, als Arbeiter eingeteilt zu werden. Die anderen Ankömmlinge waren sofort zu den Gaskammern geführt worden. Er zeigte uns ungefähr jene Stelle, wo seine Schlafbaracke gewesen war, und beschrieb uns seinen Alltag im KZ. Er berichtete, dass er sich sogar einige Tage in einem Ofen versteckt gehalten hatte, damit ihn die SS nicht finden konnte. Ich bewundere diesen Mann, dass er nach allem, was ihm an diesem Ort widerfahren war, so locker darüber sprechen konnte. Ich kann es mir kaum vorstellen, dass man an so einen Platz zurückkehren kann. Ich bin wirklich froh, dass er sich Zeit genommen hat, um uns am Ort des Geschehens einen Teil seiner Geschichte zu erzählen. Diese Erfahrung ist eine, die ich wohl nie vergessen werde, und ich denke, das sollte keiner.

Danach gingen wir zum Bus und fuhren zum Hotel zurück. Ich finde, dass dieser Tag wohl sehr zum Nachdenken angeregt hat. Ich verurteile die Menschen, die heute noch solch einen Rassenhass an den Tag legen, denn in der damaligen Zeit hat dieser Hass Millionen von Menschen das Leben gekostet. Ich glaube, dass jeder, der das gesehen hat, was wir sehen durften, mehr Toleranz gegenüber anderen haben wird. Ich hoffe, dass so etwas Schreckliches nie wieder passieren wird.

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Stefanie Germ (7d)
GRG 23 Alt Erlaa

"Ich hoffe, dass wir so einen ausgeprägten Völkerhass nie wieder erleben müssen, aber ich denke, wir sollten ALLE bei uns selbst anfangen. Ich bin sehr froh, dass wir die Ehre hatten, nach Auschwitz zu fahren, den Marsch zu erleben und Zeitzeugen kennen zu lernen und würde mir wünschen, dass noch viele Schüler dieses Angebot bekommen und annehmen werden."

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Lehrer BG/ BRG Wien 21, Schulschiff „Bertha von Suthner“

„Das Besondere ist, das Schülern und Lehrern eine einmalige Gelegnheit geboten wird, Geschichte zu erleben und Teilnehmer an einer besonderen Veranstaltung (March of the Living - March of Rembrance) zu sein. Die Erfahrung, sowohl für die SchülerInnen als auch für die LehrerInnen, ist einmalig. Diese Veranstaltung bringt einem die Verbrechen des Nationalsozialismus und das Leid der jüdischen Bevölkerung näher als es der Schulunterricht je leisten könnte.“

 

Besonders gefallen: „Engagement und Einsatz, tolle Organisation, beeindruckende Kundgebung, Umgang mit "Schwierigkeiten"“

 

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Schülerin BG/ BRG Wien 21


„Die Reise nach Polen werde ich mein Leben lang nicht vergessen. Der Anblick der Konzentrationslager verlangte immer wieder viel Mut und Kraft hinzuschauen. Vor allem durch Birkenau ging ich mit mulmigem Gefühl. Aber diese Möglichkeit und Erfahrung hinzuschauen, ist so viel wert und wichtig für jeden. Natürlich geht man mit gewissen Vorahnungen dort hin, doch dass die Konzentrationslager von solch immenser Größe waren, habe ich mir nicht erwartet.

 

Ich bin froh, dass ich dort war, auch wenn es manchmal Überwindung gekostet hat. Ich kann es nicht in Worte fassen, wie sehr mich diese Reise beeindruckt und bewegt hat. Bei dem March of Remembrance and Hope  entstand ein Gefühl von Stärke. Ich war noch nie auf einer Demonstration oder einem Marsch, aber das, was ich dort erlebt habe, ist einfach unbeschreiblich. Dass das die wirkliche Realität ist, ist erschreckend. All die Gefühle, Bilder, Emotionen und Erzählungen meiner Familie, zu wissen und sich vorzustellen, dass dort Menschen „gelebt“, gelitten und gequält wurden. All das ging mir durch den Kopf, ging mir ans Herz. Wir konnten wieder hinaus gehen – für Tausende endete das Leben hier.

 

Für meinen Ururgroßvater und für meine Großmutter, die beide Opfer des Nationalsozialismus waren, nahm ich an dem March of Remembrance and Hope teil. Es war beeindruckend zu sehen, wie viele Menschen den Marsch mitgegangen sind und aus wie vielen Ländern der ganzen Erde sie extra dafür angereist waren. Auch einige Zeitzeugen waren gekommen, die uns von ihren Erlebnissen in den Konzentrationslagern erzählten. Das war das Berührendste der ganzen Reise: Hautnah mitzuerleben, was diese Menschen durchgemacht haben.

 

Das ist ein Privileg noch die Chance zu haben, persönlich mit Zeitzeugen in Kontakt zu treten. Bald wird es keine Zeitzeugen mehr geben und dann ist es meine Verantwortung und Aufgabe möglichste viel von ihrem Wissen weiterzutragen und zu bewahren. Denn das Wissen ist der Schlüssel zum eigenständigen Denken und Handeln im Leben.

 

Niemals vergessen.

 

Da meine Großmutter auf Grund ihrer Widerstandstätigkeit eine Haftstrafe verbüßen musste, und mein Ururgroßvater im Konzentrationslager Theresienstadt umgekommen ist, hat mich die Reise nach Polen dazu veranlasst, eine Wissenschaftliche Arbeit über den Widerstand im Nationalsozialismus zu schreiben."

 

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Weitere Stimmen

„Die gesamte Atmosphäre des Marsches war wie eine Kolonne des Widerstandes gegen die Schatten einer grausamen Vergangenheit. Irgendwie fühlte man: die Jugendlichen machen ernst. Wer hier teilnimmt, bekennt sich.“

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„Es war für die SchülerInnen ein sehr beeindruckendes Erlebnis. Man kann …  auch auf eigene Faust nach Auschwitz kommen, aber hier war die Verbindung mit den vielen anderen Jugendlichen aus der ganzen Welt, Teil einer Gruppe zu sein besonders. Aber am beeindruckendsten waren sicherlich die Zeitzeugengespräche in Kombination mit diesem Ort. Danke."

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„Man kann es nicht oft genug sagen, die Organisation war einfach perfekt! Der Kontakt zum Team von March of Remembrance and Hope war optimal, freundlich, kompetent, im Umgang mit den SchülerInnen altersadäquat. Die Rückmeldungen der SchülerInnen zeigen diese Eigenschaften besonders auf, daher unbedingt weitermachen, die SchülerInnen sind froh, mitgemacht zu haben und dabei gewesen sein zu dürfen!“

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“Für mich … war die gesamte Veranstaltung sehr beeindruckend – vor allem der lange Zug junger Menschen und die Schilderungen des Zeitzeugen in Birkenau unter dem Wachturm wenige Meter neben der Selektionsrampe. … Ich kann nur versprechen, dass ich für diese Veranstaltung werben werde und allen Kollegen empfehlen kann nach Möglichkeit in den nächsten Jahren daran teilzunehmen. Macht bitte unbedingt so weiter!”

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